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Spitzname 'ewiger Spinat': der Mangold

Aktualisiert: 7. Juni 2023



Darum heißt er 'ewiger Spinat'

Moin zusammen,


Mangold ist eines der knackigen Gemüse, die Du ab dem Frühjahr nun wieder frisch geerntet kaufen kannst. Warum er ‚ewiger Spinat‘ genannt wird? Weil er nach der Ernte – man schneidet die Blätter ein Stück über der Erde ab – immer wieder nachwächst. Das hat ihn in Nordeuropa schon früh zu einem beliebten Gemüse: Er braucht wenig Platz, ist pflegeleicht und wächst und wächst und wächst.


Außerdem sieht er einfach klasse aus mit seinen knatschgrünen Blättern und seinen weißen, orangen oder roten Stielen. Du kannst ihn daher gut in ein Blumenbeet integrieren oder auf dem Balkon ziehen und hast dann gleichzeitig etwas zu gucken und zu essen. Ich habe im April Mangold in meinem Hochbeet gesät, schaue schon jeden Tag nach, ob was wächst. Anfangs musste ich mich echt zusammenreißen, nicht mit den Fingern nach ersten Sprösslingen zu pulen. Inzwischen gucken die ersten kleinen Sprösslinge aus der Erde. Du kannst meinen Mangoldzuchtversuch auf Instagram in meiner Highlight-Story mitverfolgen.


Übrigens verlor der Mangold im 18. Jh. an Bedeutung, da man den Spinat für eleganter befand. Langsam aber gewinnt er wieder an Boden und Teller. Und geschmacklich? Die Blätter des Mangolds schmecken ähnlich wie Spinat, allerdings kräftiger und manchmal etwas bitterer. Seine Stiele wiederum schmecken wie Spargel. Blätter und Stiele lassen sich schnell und einfach zuzubereiten und gut anderen Lebensmitteln kombinieren.


Was kannst Du mit diesem Gemüse machen?


Hier meine Favoriten: Mangold waschen, kleinschneiden und mit kochendem Wasser 1 bis 2 Minuten überbrühen. Das Überbrühen reduziert den bitteren Geschmack und die Oxalsäure (das ist das, was beim Mangoldessen die Zähne stumpf macht). Dann etwas Öl in der Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze erst die Stiele für ca. 2 Minuten braten, dann die Blätter hineintun und nochmals alles für 1-2 Minuten braten. Das gare Gemüse kann mit Olivenöl oder Joghurt und Zitrone als Salat genossen werden und passt alternativ sehr gut zu Fisch oder Nudeln. Auch in einer Quiche oder in salzigen Muffins macht sich der überbrühte Mangold bestens. Passende Gewürze sind z. B. Zitrone, Curry, Ingwer und Kurkuma.


Und wer vor gar nichts Angst hat, probiert mal einen süßen Mangoldkuchen, eine Tourte de blettes, die in Nizza entstanden ist. Dort wird diese süß-salzige Kuchenvariante gern mit einem leichten Salat zum Mittag gegessen und sie ist eindeutig einen Versuch wert!

Das Rezept dazu kommt im nächsten Blog.




Tschüs und bis zum nächsten Mal

Bärbel

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