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Quietschgelb und ziemlich vielseitig: der Raps

Moin zusammen,


blühender Raps vor blauem Himmel mit Sonne - mehr Licht und quietschgelb geht nicht! Nach den dunklen Wintertagen möchte ich mir am liebsten an so einem Feld einen Campingstuhl aufklappen, mich davorsetzen und mit den Augen tanken.



Rapsfelder sind eigentlich immer groß. Wo bleibt das alles und ist er essbar?

Rapsöl ist u. a. in der norddeutschen Tiefebene eine durchaus bedeutende Nutzpflanze. Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde dort vor allem als Lampenöl genutzt. In dieser Funktion kam es auch nach Europa. Als die Industrialisierung startete und damit der Bedarf an industriellen Ölen stieg, wurde der Raps vermehrt angebaut und die Öle daraus hergestellt. Die Pressrückstände wurden als Tiernahrung verendet. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es dann einen großen Knick im Rapsverbrauch, da das importierte Petroleum viel günstiger war.


Heute wird Raps als Biokraftstoff genutzt und bildet den Grundstoff für Farben, Kunststoffe und Kaltschaum. Darüber hinaus ergibt es ein schmackhaftes, regionales Öl ist, das ich gerne zum Braten bzw. für Salate und für Antipasti verwende.


Es gibt das Rapsöl – wie die meisten Öle – in der kaltgepressten und der raffinierten Version.

‚Raffiniert‘ bedeutet, dass es bei über 100 Grad Celsius aus den Samen herausgepresst und gereinigt wird. Durch diesen Prozess kann mehr Öl gewonnen werden. Es verliert allerdings einige Fettsäuren, Aromakomponenten und Vitamine. So entsteht ein geschmacksneutrales Öl, das allerdings sehr hoch erhitzt werden kann, ohne sich zu zersetzen und daher sehr gut zum Braten verwendet werden kann.


Das kaltgepresste Öl hat einen nussigen Geschmack und Du kannst es sehr gut für Salate und Antipasti nutzen, zumal es im Kühlschrank flüssig bleibt. Sein Rauchpunkt von ca. 170 Grad Celsius ist allerdings niedriger als der des raffinierten Öls, der bei ca. 210 Grad Celsius liegt. D. h., dass das Öl bei 170 Grad beginnt zu rauchen und es sich schon vorher beginnt zu zersetzen. Das verändert den Geschmack und ist gesundheitlich bedenklich.


Daher das kaltgepresste Öl lieber für die kalte Küche oder das leichte Anbraten von Gemüse nutzen und die raffinierte Variante für das schärfere Anbraten. Auf jeden Fall ist das Rapsöl eine leckere und regionale Ölvariante mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.


Tschüs und bis zum nächsten Mal

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1 Kommentar


Gast
12. Juli 2023

Moin Bärbel,

wieder etwas dazu gelernt, das mit den Rapsöl-Unterschieden: Jetzt weiss ich, was ich brauche, damit meine Zucchini so braun gebraten wie deine aussehen und gesund sind bleiben! Gruß aus der Küche, Sabine

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