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  • AutorenbildBärbel

Die Tänzerin unter den Rüben - das Mairübchen

Moin zusammen,


beim weißen Mairübchen mit seinen schmalen Stielen und schlanken Blättern habe ich sofort eine Balletttänzerin vor Augen, die in ihrem Tutu mit Leichtigkeit über die Bühne schwebt und anmutig ihre Arme bewegt. Während die herbstlichen, kompakten Rüben die Polkatänzer sind, ist das Mairübchen sowohl im Geschmack als auch in der Textur grazil.



Leider habe ich dieses Mairübchen in diesem Frühjahr nur sehr selten gefunden, auf Nachfrage war es einigen Händler:innen sogar gänzlich unbekannt. Ich habe diese Tänzerin sehr vermisst. Falls Du sie auch noch nicht kennengelernt hast - Vorhang auf:


Die weiße Knolle sieht aus wie ein großes Radieschen und hat einen an Kohlrabi erinnernden Geschmack. Es ist ein besonders zartes, mild süßliches Gemüse mit leichter Schärfe und herrlich saftig. Dieses Rübchen wird im März ausgesät und ist faszinierenderweise schon 6 – 8 Wochen später erntebereit! Es gibt sie im Mai und auch noch im Juni. Falls es Dir gelingt, welche zu ergattern: Sie sind nur wenige Tage lagerbar und daher eher auf Märkten zu finden als im Supermarkt – und sollten dann möglichst bald gegessen werden.


Sind die Rübchen noch knackig und auch das Kraut noch frisch, das Kraut bitte auf jeden Fall mit nach Hause nehmen und ebenfalls verwenden. Leider haben wir uns angewöhnt, viele Teile von Gemüse wegzuwerfen, obwohl sie essbar und ausgesprochen lecker sind. Das Mairübchen kannst du wunderbar vom Blatt bis zur Knolle bzw. Wurzel verwenden. Und was damit machen? Du kannst die Blätter – natürlich gut gewaschen – kleinschneiden und als Salat essen oder wie Spinat in der Pfanne mit etwas Öl/Butter dünsten und auch ebenso essen: zu Nudeln, Kartoffeln, zu Fisch oder Fleisch. Sie schmecken noch etwas milder als die Knollen.


Die Zubereitung der Knolle ist sehr einfach: Du kannst auch sie roh als Salat zubereiten. In dieser Form behält sie mehr von ihrer Schärfe, die ihr das Senföl verleiht. Alternativ kannst du die Rüben in Scheiben und die Blätter in Streifen schneiden, 3-5 Minuten in Butter andünsten und im geschlossen Topf 3-5 Minuten garen – so ist sie etwas weicher, hat weniger Schärfe und hat noch Biss. Nur noch etwas salzen - fertig! Ich liebe sie so gebraten am meisten und ihre zarte Konsistenz macht so ein schönes Gefühl im Mund. Dazu etwas Ciabatta und dann geniiiiiieeeßen.


Tschüs und bis zum nächsten Mal

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